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Grusel auf dem Domplatz?...Jetzt erst recht!

Bei der Ausgrabung auf dem Paderborner Domplatz überschlagen sich die Ereignisse. Die neueste Entdeckung ist ein ca. 1,70 m langes Objekt aus Stein mit Kreuzrelief, das entfernt an einen Sarkophag erinnert. Fast wäre dieses noch im Eifer des Gefechtes bei den fortschreitenden Bauarbeiten weggebaggert worden!

Das Fundstück versetzte gestern selbst Museumsleiter Martin Kroker in helle Aufregung, woraufhin er geschwind zur Grabung eilte. Dann rätselten die Archäologinnen und Archäologen in Paderborn: Was hat es mit dem Fund auf sich? Wie ist er zu datieren? War es vielleicht eine Abdeckung oder doch eine aufrecht stehende Stele, die auf dem ehemaligen Friedhof eine Grabstelle markierte?

Nachdem der Fund an der frischen Luft und Wintersonne trocknen konnte, wurden die Verkrustungen vorsichtig vom umsichtigen studentischen Volontär Marian abgebürstet. Und siehe da: Eine Inschrift trat zu Tage! „JOHAN SURLANT…OBIIT ANNO 1678…DECEMB.“ Die Stele oder Abdeckung war also für Johan Surlant bestimmt, der im Dezember des Jahres 1678, nach jetziger Entzifferung, verstorben ist. Dieses Puzzlestück ist natürlich ein großartiger Startpunkt für weitere Nachforschungen, beispielsweise im Stadtarchiv. Die Bergungsarbeiten für das mehrere Zentner schwere Stück sind bald angedacht…Was wird sich wohl darunter befinden? Wir bleiben dran!

Text: K. Wochnik

Publikationsdatum: 01.03.2016

Themen: Was ist da los?, Archäologie in Paderborn