Willkommen auf unserem Museumsblog!

Blickt mit uns hinter die Kulissen des Museumsalltag: Wie kommt ein Exponat in die Vitrine? Wie wird Geschichte gemacht und wer macht sie eigentlich? Wie arbeitet unsere Stadtarchäologie?

Ansprechen und Mitmachen sind sehr willkommen!

Foto: LWL/Berkensträter

♥VITA PRACTICANIENSIS – Mädchen für alles?!

Mir als einfacher Praktikantin gebührt nun die Ehre diesen ersten Eintrag in unserem neuen Museumsblog zu schreiben und ihn damit einzuweihen. Also ein lautes ‚‚Tadaa!‘‘ und herzlich willkommen, liebe Leserinnen und Leser!

Mein Name ist Svenja und ich habe nach meinem Abitur dieses Jahr einen Monat lang ein freiwilliges Praktikum im Museum in der Kaiserpfalz absolviert.
In der Zeit habe ich viele interessante Aspekte kennengelernt und erfahren, was alles hinter einer so simpel erscheinenden Ausstellung im Museum steckt.

Foto: LWL/Zimmermann

Direkt zu Anfang meines Praktikums durfte ich bei dem Abbau und dem Abtransport der Sonderausstellung ‚‚‚Entartete Kunst‘ im Bombenschutt‘‘ dabei sein und danach bei dem Wiederaufbau der Dauerausstellung in den zuvor durch die Sonderausstellung besetzten Räumen helfen.

Für mich war es eine besondere Erfahrung zuzusehen wie vorsichtig und behutsam diese kostbaren Objekte verpackt wurden und wie für jedes noch so kleine Teil ein passender Umriss in Styropor geschnitten wurde (was die Transporteure nicht nur einmal an ihre schöpferischen Grenzen brachte).

Foto: LWL/Zimmermann

Außerdem führten mich meine Aufgaben auch in die museumseigene Bibliothek. Trotz aller Erwartungen an wissenschaftliche Mitarbeiter war dort die Unordnung groß. Diese Bibliothek erwies sich – in schließlich etwas aufgeräumterem Zustand - neben der Universitätsbibliothek des Weiteren als große Hilfe bei meinem anschließenden Rechercheprojekt zu dem Münzwesen zur Zeit Karls des Großen. Denn auch Dauerausstellungen benötigen immer mal wieder neue Exponate und die entsprechenden Objekttexte dazu.

Direkt am Geschehen im Museum durfte ich ebenfalls durch das Hospitieren bei Schulführungen und Kindergeburtstagen teilhaben, was manchmal sehr lustig war, da die Kinder oft ihre eigenen Ansichten hatten.

Foto: LWL/Berkensträter

Eine meiner Aufgaben relativ zu Ende des Praktikums war das Fotografieren der Exponate in der Abteilung zur Alltagskultur im Spätmittelalter und der Neuzeit in Paderborn. Dabei fiel mir ein Gefäß besonders auf; die fehlenden Scherben bildeten im Bauch der Flasche ein Herz. Und damit war auch schon die Idee für einen Entwurf geboren.
Wenn es I ♥ - Souvenirs von fast jeder Großstadt gibt, warum nicht auch von der Kaiserpfalz?
Gleichzeitig fasst I ♥ Kaiserpfalz mein Praktikum ziemlich gut zusammen, denn ich habe meine Zeit hier in einer tollen Arbeitsatmosphäre mit super netten Kollegen verbracht.
Besonders toll war für mich die Erfahrung, dass ich die ganze Zeit selbstständig arbeiten und mir meine zuvor kurz mitgeteilten Aufgaben selbst einteilen durfte.

Natürlich blieben aber auch die beiden klischeehaften Praktikantentätigkeiten nicht aus; hier im Museum lernte ich Kaffee kochen und mit einem Kopierer in der Dimension einer übergroßen Mülltonne umzugehen – beides praktische und nicht zu verachtende Fähigkeiten für das spätere (Berufs-)Leben.
Alles in allem umfasste mein Praktikum also die interessante und spannende Arbeit mit den und für die Exponate, die mich einen Monat lang immer wieder sehr begeistert hat und ich möchte mit diesem Blogeintrag auch noch einmal die Chance nutzen um Danke zu sagen. DANKE für die tolle Zeit im Museum in der Kaiserpfalz.

Publikationsdatum: 21.08.2014

Themen: Ein Blick hinter die Kulissen