Anmeldung
Grafik:Platzhalter
Für alle Programme ist eine frühzeitige, verbindliche Anmeldung unter Tel. 05251 1051-10 während der Öffnungszeiten des Museums erforderlich.

 
Gespannt beobachten die Kinder im Sommer-Ferienprogramm die dampfenden Töpfe in der Glut. Foto: LWL/R. Mahytka.
 
Sommerferienprogramm 2010
Töpferkunst und Tafelfreuden
„Weg mit dem faden Brei und der zu Klumpen gekochten Milch; jetzt sollen gewürzte Speisen aufgetragen werden...“, befahl einst Karl der Große. Aber was aßen die Menschen als die Kartoffel in Europa noch unbekannt und Zucker ein Luxusgut war?
Im Museum entdecken die Ferienkinder mittelalterliches Koch- und Tischgeschirr und enträtseln, welche Gerichte seinerzeit serviert wurden. Anschließend überlegen sie, wie man sich wohl bei Tisch zu benehmen hatte und töpfern schließlich selbst ein „historisches“ Gefäß. Dieses muss im zweiten Programmteil den Praxistest bestehen: Denn die jungen Teilnehmer kochen darin nach mittelalterlichen Rezepten ein schmackhaftes Mahl.
Altersstufen: 8- bis 12-Jährige
Termin: zweiteiliges Ferienprogramm am 31.7. und 14.8., jeweils 15 - 18 Uhr
Kosten: 15 Euro



 
Rückblick
Sommerferienprogramm 2009: Kochen wie vor 1200 Jahren

Am 8. August 2009 gab es im Museum in der Kaiserpfalz des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ein ganz besonderes museumspädagogisches Angebot für Kinder. Auf einer kleinen Wiese westlich der Königsaula kochten sie auf einer echten Feuerstelle nach mittelalterlichem Rezept ihr eigenes Mittagessen.

Am Ende des vierstündigen Programms fragten die begeisterten Teilnehmer mit ihren vor zwei Wochen zuvor selbstgetöpferten Gefäßen in den Händen: „Wann können wir wieder im Museum töpfern und kochen?“ Nach dem erfolgreichen Programm steht natürlich jetzt schon fest: „Im Sommer 2010!“

Bevor die Kochgefäße jedoch in die Glut der Feuerstelle kamen, stellte sich die Frage, was bei den Menschen in und um Paderborn auf den Tisch kam? So war Fleisch eine Besonderheit und gehörte – zum Schrecken einiger Teilnehmer – nicht in das übliche mittelalterliche Mahl. Stattdessen bereiteten sie einen Gemüse-Hirsebrei zu, der zur Überraschung aller zwar etwas ungewöhnlich „aber doch irgendwie lecker“ schmeckte.

Über die Zutaten aus der Zeit Karls des Großen und wie die Menschen sie damals benutzten, informierten Thorsten Hoppe-Hartmann und Kristina Hartmann. Die Kinder besuchten einen Kräutergarten bei der Abdinghofkirche und besprachen die verschiedenen Kräuter und Pflanzen. Danach putzten sie Sellerie, Karotten sowie Liebstöckel, hackten alles in kleine Stücke und gaben das Gemüse in einen Kochtopf. Dazu kamen noch Wasser und Hirse. Anschließend stellten sie den Topf in die Glut der Feuerstelle, und schon nach 15 Minuten war die erste Portion fertig.

Nach dem Essen gab es einen Ausflug zu den Paderquellen und die einmalige Gelegenheit, noch einmal einen Rundgang durch das schon geschlossene Museum zu machen.
 
Startseite |  www.archaeologie-in-westfalen-lippe.de |  Impressum